Kleine Definition des Modulbaus 

Modulare Systeme erfreuen sich bereits seit Jahren großer Beliebtheit. Ganze Bauten werden in Hallen vorgefertigt und wie ein Baukastensystem vor Ort nur noch zusammengefügt. Aufgrund des Bedarfs zur schnellen Unterbringung von Flüchtlingen ist der Holzmodulbau dank seiner Möglichkeiten schnell, flexiblen und nachhaltigen Wohnraum zu schaffen in den Fokus gerückt.

Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem so oft benutzen Begriff?

k-LivingCon

Mobile Wohnmodule der Firma LivingCon zur Flüchtlingsunterbringung in Lage, Wald und Holz NRW

Modulbauweise, Modulares Bauen und vorgefertigte Raumsysteme

Gegenüber den allgemein bekannten, industriell gefertigten, Containerbauweisen die zunächst für starre Maße und standardisierte Raumzellen bekannt sind, stehen diese Begriffe im Bauwesen für handwerklich-seriell und dennoch individuell hergestellte Raumlösungen. Die Basis bilden zumeist selbsttragende kubische Rahmenkonstruktionen mit festgelegten Systemmaßen, die in den Fertigungswerken der Systemhersteller im Trockenbauverfahren ausgebaut und dann vor Ort zu beliebig großen, nutzungsgerechten Gebäuden kombiniert werden.

Die Stärken der Holzmodulbauweise liegen in dem hohen, werkseitigen Vorfertigungsgrad und den sich wiederholenden Arbeitsschritten und Materialaufwendungen entsprechend dem vom Hersteller entwickelten Konzept. So können immer wieder eingesetzte Bauteile auf Vorrat produziert und in kürzester Zeit auf Abruf zusammengefügt werden. Die schnelle und weitestgehend witterungsunabhängige Bauzeit sowie kalkulierbare Festpreise schaffen Planungssicherheit für alle Beteiligten hinsichtlich Kosten, Terminen und Qualitäten.

k-LiWood Fertigung

Fertigung von Modulen, LiWooD Management AG, München; Michael Heinrich DAM

Die meist üblichen Maße der Modulbauten sind zum einen angelehnt an die Maße der sog. ISO-Container (Frachtcontainer) und zum anderen begrenzt durch die maximalen Lademaße von Tiefladern und Sattelschleppern auf europäischen Straßen, da die Elemente meist komplett vormontiert ausgeliefert werden. Die gängigen Modulmaße liegen entsprechend bei einer Breite von 2,50 bis 3,00 Metern, einer Höhe von bis zu 3,50 und einer Länge von ca. 14,00 Metern.

Je nach System und Hersteller unterliegen die Holzmodulbauten einem Systemraster bzw. Ausbauraster das zumeist an die Formate der Baustoffhersteller angepasst ist (beispielsweise werden OSB-Platten oder Zementfaserplatten in einer festen Dimensionierung hergestellt) so fallen weniger Zuschnittarbeiten an und entsprechend weniger Verschnitt entsteht, was sich positiv auf die Produktionskosten auswirkt. Dem Raster entsprechend, oder seinem vielfachen, sind flexible Raumlösungen im Innenausbau möglich.

k-LiWood_Studentenwohnheim Trier

Studentenwohnheim Trier in Modulbauweise, LiWooD Management AG, München; Sascha Kletzsch

Abhängig von Art und Dauer der Nutzung sind vielfältige architektonische Gestaltungsmöglichkeiten, inklusive der erforderlichen technischen Einrichtungen und gemäß den geltenden technischen und rechtlichen Bestimmungen, umsetzbar. Die meisten Modulsysteme sind so konzipiert, dass sie bei Bedarf einfach ab und an einem neuen Standort wieder aufgebaut werden können.

Somit kann mit Modulbauten in relativ kurzer Zeit bei festen Kosten auf aktuelle Anforderungen mit entsprechendem Wohnraum reagiert werden. Liegt hier eine intelligente und vorausschauende Planung zu Grunde, bieten sich hinsichtlich der Nachnutzung der Wohneinheiten bei leicht veränderbaren Zuschnitten perspektivisch zahlreiche Möglichkeiten, die Flexibilität der Module zu Nutzen umso auf Fragen des sozialen Wohnungsbaus oder andere kommunalen Bauaufgaben  reagieren zu können.

Mögliche Nutzungen:

  • Wohnraum
  • Büro- und Verwaltungsgebäude
  • Hochschulen, Schulen und Kindergärten
  • Baustellenbüros und Baustellenunterkünfte
  • Werkstätten und Labore
  • Shops, Banken, Filialen und Verkaufsgebäude
  • Pflegeheime, Kliniken
  • Event-, Veranstaltungs- und Ausstellungsgebäude
  • Wohnheime
  • Bibliotheken und Archive
  • Bestandsgebäude-Aufstockungen
  • Bestandsgebäude-Erweiterungen

Vorteile:

  • kurze Bauzeiten
  • schnelle Bezugsfertigkeit
  • hohe Flexibilität in Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten
  • leichte Veränderbarkeit während und nach der Primärnutzung
  • nachhaltige Bauweise
  • temporäre mobile oder dauerhafte Unterbringungslösungen
  • Individualität

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Services:

 

Öffentliche Bauentscheider

Die aktuellen Herausforderungen „Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge“ und Sozialer Wohnungsbau durch Holzbaulösungen schnell und effizient in Ihrer Kommune meistern.
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Unternehmen der Holzbaubranche

Konzepte und Bauleistungen Ihres Unternehmens für das schnelle und effiziente Bauen mit Holz zur Bereitstellung von Wohnunterkünften für Flüchtlinge und im Bereich des sozialen Wohnungsbaus anbieten.
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Private Investoren

Wohngebäude aus Holz mit hoher Wertigkeit und flexiblen Nutzungskonzepten zur Unterbringung von Flüchtlingen und im Bereich des sozialen Wohnungsbaus schnell und effizient realisieren und neue Förderprogramme nutzen.
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Planer & Projektentwickler

Planungsleistungen für das ganzheitliche Bauen mit Holz zur Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge und im Bereich des sozialen Wohnungsbaus anbieten und Projekte entwickeln. Komplexe Aufgaben beim Bauen mit Holz bewältigen und Lösungen erarbeiten.
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Fachberatung Holzbau

Nutzen Sie die individuellen und Beratungsleistungen der Holzbau-Fachberater für die Umsetzung Ihrer Holzbauprojekte.
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Holzbau in NRW

Zur Umsetzung von anspruchsvollen Holzbauprojekten verfügt NRW über eine Vielzahl von leistungsstarken und innovativen Partnern, sei es im Bereich der Hersteller von Holzbauprodukten und der ausführenden Holzbauunternehmen oder bei Planern und Architekten. Darunter befindet sich eine Vielzahl von „hidden champions“, die europaweit (Holz-) Bauprojekte realisieren.

Insgesamt umfasst der Holzbau in NRW fast 3.000 Unternehmen, darunter sowohl Betriebe mit bundesweiter Spitzenstellung und bis zu 480 Beschäftigten als auch eine Vielzahl von Betrieben des Zimmererhandwerks. NRW stellt nach Bayern und Baden-Württemberg einen der wichtigsten Konzentrationsstandorte im Bereich des Holzbaus dar.

Insbesondere standardisierte Holzbaukonzepte für kleinere Wohneinheiten ermöglichen eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in den Städten und Gemeinden von NRW. Diese können schnell und kostengünstig durch qualifizierte Zimmereibetriebe „vor Ort“ und in der Fläche umgesetzt werden. Dadurch können die Kapazitäten der Branche zur schnellen Bereitstellung von Wohnraum zusätzlich und deutlich gesteigert werden.