Flüchtlingsunterkunft in Düsseldorf-Lörick am 31. März eröffnet.

Die neue Flüchtlingsunterkunft an der Oberlöricker Straße in Düsseldorf wurde am Freitag den 31. März, mit einem Fest zusammen mit den Betreuerinnen und Betreuern sowie den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern eröffnet. Die Gebäude in Holzrahmenbauweise bieten 430 Plätze für Flüchtlinge. Auch Oberbürgermeister Thomas Geisel kam zur Eröffnung: „Dies ist die erste Flüchtlingsunterkunft in der Landeshauptstadt, bei der in erster Linie auf den nachwachsenden Rohstoff Holz gesetzt wurde. Das sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch ein Beitrag zum Umweltschutz. Die Holzrahmenbauweise ermöglicht zudem für die Zukunft flexible Nutzungsmöglichkeiten.“

An der Oberlöricker Straße wurde durch das Amt für Gebäudemanagement auf einem 15.500 Quadratmeter großen städtischen Grundstück der Bau von sechs Wohn- und einem Verwaltungsgebäude geplant und umgesetzt. Nach einer sehr kurzen Bauzeit von nur acht Monaten können die ersten Bewohnerinnen und Bewohner im April einziehen. Die fünf größeren, zweistöckigen Wohngebäude mit jeweils 1.200 Quadratmetern Fläche (je 80 Plätze) und ein kleineres Wohngebäude mit 600 Quadratmetern Fläche (32 Personen) werden von der Firma Terhalle aus Ahaus in sogenannter Holzrahmenbauweise errichtet. Der Vorteil liegt in dem hohen Vorfertigungsgrad und den damit verbundenen kurzen Montagezeiten auf der Baustelle. Verwendet werden heimische Holzarten. Die Bauweise entspricht der Energieeinsparverordnung 2016 – wegen der hohen Dämmwerte sind geringe Energiekosten zu erwarten. Aufgrund der verbauten Holzmenge werden der Atmosphäre dauerhaft 1.473 Tonnen CO2 entzogen. Das schafft nur der natürliche Baustoff Holz. Holz als Baustoff sorgt auch dafür, dass die ehrgeizigen Klimaziele eher erreicht werden könnten.

„Der Bau von Flüchtlingsunterkünften aus Holz lässt sich schnell und effizient umsetzen. Sollten die Holzbauten irgendwann nicht mehr für die Aufnahme von Flüchtlingen benötigt werden, können aus ihnen mit wenig Aufwand zum Beispiel Sozialwohnungen, Kindertagesstätten oder Studentenwohnheime werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit des kompletten Rückbaus und des Aufstellens an anderer Stelle“, erläutert Birgit Lilienbecker vom Amt für Gebäudemanagement.

In jedem der fünf großen Wohngebäude gibt es jeweils 14 Familieneinheiten, die in der Größe variabel sind, für die Unterbringung von Klein- und Großfamilien. Sie verfügen über ein eigenes Bad und eine eigene Küche. Daneben werden jeweils 28 Einzelplätze für Alleinreisende eingerichtet mit Gemeinschaftsbädern und -küchen. Im Verwaltungsgebäude gibt es Räumlichkeiten für Pförtner, Verwalter, die Sozialen Dienste und fünf bis sechs Schulungsräume sowie ein bis zwei Zimmer für die Kinderbetreuung.

Die Baukosten einschließlich Erschließung betragen insgesamt knapp 16 Millionen Euro.

Den ausführlichen Pressetext finden Sie unter: www.duesseldorf.de/aktuelles/news/detailansicht/newsdetail/fluechtlingsunterkunft-in-loerick-mit-fest-eroeffnet

Text: Michael Bergmann

 

Das Interesse bei den Anwohnern und ehrenamtlichen Helfern war groß
© Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

 

OB Geisel (vorne Mitte), Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch (links daneben) und Stadtkämmerin Dorothée Schneider (2. von Rechts), sowie Vertreter der Bezirksvertretung, Ehrenamtliche und Mitarbeiter der beteiligten Fachämter
© Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

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