Holzbauprodukte

Schnittholz

Schnittholz wird durch das Sägen von Rundholz parallel zur Stammachse hergestellt. Um als Baustoff verwendet werden zu können, muss frisches Schnittholz auf eine Holzfeuchte von höchstens 20% getrocknet und anschließend anhand der in der DIN 4074 festgelegten Kriterien nach der Tragfähigkeit sortiert werden. Einige der Sortierkriterien sind beispielsweise die Lage und Größe von Ästen, die Art, Lage und Tiefe von Rissen, sowie der Verlauf der Holzfasern, welche möglichst parallel zur Längsachse des Holzquerschnitts verlaufen sollten. Nur Holz, das die Sortierkriterien erfüllt, darf für tragende oder aussteifende Zwecke im Bau verwendet werden.

Konstruktionsvollholz

Konstruktionsvollholz (KVH®) ist eine geschützte Produktbezeichnung für spezielles Bauholz mit definierten, über die Anforderungen der DIN 4074 hinausgehenden Qualitätseigenschaften. Zudem ist KVH in größeren Längen als normales Bauholz lieferbar, da eine Verlängerung durch Keilverzinkung möglich ist.

Werkstoffe auf Vollholz- und Furnierbasis unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Dicke der eingesetzten Holzelemente voneinander. Beide können sowohl als Sperrholz (aus jeweils um 90° gedreht aufeinander verklebten Lagen) oder als Schichtholz (mit parallel liegenden Lagen) gefertigt werden. Die Qualität und Tragfähigkeit von Vollholzwerkstoffen ist mitunter bestimmt durch die Güte des eingesetzten Holzes, der Art der Verbindung, dem Schichtaufbau und die Schnittrichtung der Elemente.

Brettstapelholz und Leimbinder

Brettstapelholz (Brettschichtholz, Leimholz) besteht aus nebeneinander oder übereinander angeordneten Brettern, die zu flächigen Bauelementen oder Balken, meist durch Verleimung, zusammengefügt werden.

Werkstoffe auf Furnierbasis (Furnierschichtholz, LVL, Kerto® und BauBuche®) finden oft Verwendung im modernen Holzbau. Aufgrund der großen Masse und der hohen vertikalen Tragkraft von Werkstoffen auf Vollholz- und Furnierbasis lassen sich diese gut für tragende Bauteile im mehrgeschossigen Holzbau einsetzen.

Brettsperrholz

Brettsperrholz (BSH, X-Lam, CLT, KLH®) ist ein massives, flächiges Holzprodukt für tragende Zwecke. Es wird aus einer ungeraden Schichtzahl von Holzlagen (3, 5, 7 oder mehr Schichten) hergestellt. Die maximale Stärke der Elemente kann bis zu 60 cm betragen. Die einzelnen horizontalen Lagen sind jeweils um 90° verdreht angeordnet und ergeben im Querschnitt ein symmetrisches Bild. Brettsperrholz wird derzeit ausschließlich aus Nadelholz hergestellt welches industriell auf einen Feuchtigkeitsanteil von 12% getrocknet wird. So wird das Holz natürlich vor Pilzen, Insekten und Schimmel geschützt. Die Lagen sind meist miteinander verklebt, können aber auch leimfrei gedübelt, genagelt oder verschraubt werden. Die so hergestellten flächigen Bauelemente sind sehr formstabil und können Lasten sowohl längs als auch quer zur Haupttragrichtung tragen und sind so für den Bau von Wänden und Decken einsetzbar.

Plattenwerkstoffe und Dämmstoffe

Von den Holzspanwerkstoffen werden besonders OSB-Platten als Bauplatten im Rohbau und im Innenausbau als Wand- oder Dachbeplankung eingesetzt. Im Fußbodenbereich dienen sie als Verlegeplatte (mit Nut- und Federprofil). Ein anderer Plattenwerkstoff, Holzfaserplatten mit niedriger Dichte, oft ohne Klebstoffzugabe, werden vor allem als zusätzliche Dämmschicht bei Holzrahmenbauten eingesetzt. Ein weiterer Dämmstoff auf Holzbasis sind Zelluloseflocken, die als Einblasdämmung bei Bauteilen in Holzrahmen- und Holztafelbauweise verwendet werden können.

 

Selbstverständlich können Holz und Holzprodukte auch noch in vielen anderen Formen Verwendung im Bau und im Innenausbau, wie für Fenster, Türen, Fußböden oder Möbel finden.

Mehr Informationen zu einzelnen Produkten und allgemein zum Thema Bauen mit Holz finden Sie unter anderem unter:

  • http://informationsdienst-holz.de/
  • http://www.proholz.at/
  • http://www.holz-kann.de/
  • https://vhi.de/
  • http://www.brettsperrholz.org/
  • http://www.kvh.eu/

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Holzbau in NRW

Zur Umsetzung von anspruchsvollen Holzbauprojekten verfügt NRW über eine Vielzahl von leistungsstarken und innovativen Partnern, sei es im Bereich der Hersteller von Holzbauprodukten und der ausführenden Holzbauunternehmen oder bei Planern und Architekten. Darunter befindet sich eine Vielzahl von „hidden champions“, die europaweit (Holz-) Bauprojekte realisieren.

Insgesamt umfasst der Holzbau in NRW fast 3.000 Unternehmen, darunter sowohl Betriebe mit bundesweiter Spitzenstellung und bis zu 480 Beschäftigten als auch eine Vielzahl von Betrieben des Zimmererhandwerks. NRW stellt nach Bayern und Baden-Württemberg einen der wichtigsten Konzentrationsstandorte im Bereich des Holzbaus dar.

Insbesondere standardisierte Holzbaukonzepte für kleinere Wohneinheiten ermöglichen eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in den Städten und Gemeinden von NRW. Diese können schnell und kostengünstig durch qualifizierte Zimmereibetriebe „vor Ort“ und in der Fläche umgesetzt werden. Dadurch können die Kapazitäten der Branche zur schnellen Bereitstellung von Wohnraum zusätzlich und deutlich gesteigert werden.