Fassaden

Die Fassade eines Gebäudes ist weit mehr als die Anordnung von Fenstern und Türen in einer Fläche. Die Fassade gibt dem Gebäude ein charakteristisches Gesicht.

Moderne, hochwärmegedämmte Holzgebäude vereinen das tradierte Wissen über wetterfeste Fassaden mit heutigen Werkstoffen. Die für den Wärmeschutz erforderlichen Dämmstoffstärken führen üblicherweise zu einer Überdämmung der Tragebene mit Holzfaserdämmstoffen.

Fassade - Bildquelle: U. Blecke

Bildquelle: U.Blecke

Holzfaserdämmstoffe mit spezieller Oberfläche erlauben einen Putzauftrag unmittelbar auf dem Dämmstoff. Somit entstehen kompakte, funktionierende Wandaufbauten ohne Hinterlüftungsebenen mit systemgeprüften und garantierten Eigenschaften.

Alternativ hierzu haben sich hinterlüftete Konstruktionen bewährt, bei denen die äußere Fassadenebene durch eine Belüftungsebene von der Wärmedämmung getrennt wird.

Als äußere Fassadenebene bieten sich Latten und Leisten an, können großformatige Holzwerkstofftafeln oder auch eine geschlossene Brettschalung angebracht werden. Selbst eine vorgesetzte Klinkerfassade ist möglich.

Fassade - Bildquelle: U.Blecke

Bildquelle: U.Blecke

Welcher Art von Fassade gewählt wird, ob sichtbare Hölzer in der Fassade farblich gestaltet werden oder die unter dem Einfluss von Niederschlägen und Sonnenlicht eintretende Vergrauung des Holzes gewünscht ist, ist letztlich eine Entscheidung des Bauherrn.

Damit die Fassade eines Gebäudes langfristig erhalten bleibt, sollten mehrere Aspekte beachtet werden:

  • Niederschlagswasser muss rasch abgeführt werden. Hierzu sind an allen bewitterten Elementen ausreichende Tropfnasen und Tropfkanten vorzusehen. Insbesondere bei Fenstern und Türen ist darauf zu achten, dass eine dauerhafte Dichtigkeit der Fugen erreicht wird. Unter Fensterbänken und Türschwellen muss daher immer eine zweite Abdichtungsebene platziert sein.
  • Durchdringungen durch die Fassade (z.B. für Absturzsicherungen, Satellitenschüsseln, Vordächer etc.) müssen so konstruiert werden, dass Kondens- und Niederschlagswasser nach außen abtropft.
  • Kapillare Fugen zwischen Hölzern, insbesondere an Stirnholzflächen, begünstigen das Eindringen von Wasser ins Holz. Daher sind ausreichend breite Fugen zwischen den Hölzern vorzusehen.
  • Bei offenen Fassaden ist darauf zu achten, dass die wasserführende Ebene auf der Dämmschicht über eine Fassadenbahn hergestellt werden muss.
  • Im Sockelbereich ist ein ausreichender Spritzwasserschutz (ca. 30 cm über Gelände)   vorzusehen. Nur unter Beachtung besonderer Maßnahmen kann der Spritzwasserschutz minimiert werden. Die Übergänge zum Gelände, zu Pflasterflächen und Terrassen müssen so ausgebildet werden, dass die ggf. vorhandene geplante Hinterlüftung erhalten bleibt und keine Pflanzen in die Fassade einwachsen.
  • Auch bei Balkonen, Überdachungen, Pergolen, Wintergärten etc. ist der Fuß der Fassade des darüber aufgehenden Geschosses mit einem ausreichenden Spritzwasserschutz zu versehen.
  • Mehrgeschossige Holzfassaden sollten immer nur geschossweise hinterlüftet werden, um im Brandfall eine Kaminbildung zu vermeiden. Auf Höhe der Geschoss-Stöße ist die Lüftungsebene durch gekantete Bleche zu unterbrechen.
  • Mehrgeschossige verputzte Holzbauten in Holzrahmenbauweise weisen im Bereich des Geschoss-Stoßes starke Querholzlagen auf. Ohne weitere Maßnahmen können durch das Schwinden von Holz können im Putz Quetschfalten entstehen. Versätze und Fugen minimieren das Risiko.

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