Charta für Holz 2.0

Mit der Vorstellung der Charta für Holz 2.0 wird durch die Bundesregierung ein weiterer wichtiger Impuls gegeben, die Verwendung von Holz als nachwachsenden Rohstoff in den verschiedenen Nutzungsbereichen nachhaltig zu verankern.

chartaholzUnter dem Motto „Klima schützen. Werte schaffen. Ressourcen effizient nutzen“ zielt die Charta darauf ab, mehr Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu verwenden – zugunsten von Klimaschutz, Arbeitsplätzen und Wertschöpfung im ländlichen Raum sowie zur Schonung endlicher Ressourcen. Denn Holz ist Deutschlands bedeutendster nachwachsender Rohstoff, der energieintensive, endliche Materialien und erdölbasierte, fossile Ressourcen ersetzen kann – zum Beispiel beim Bauen, im Alltag oder in ganz neuen Anwendungsbereichen.

Gerade im Bereich des Bauens mit Holz bestünde enormes Potenzial, zugleich bestünden aber auch noch große Herausforderungen, so Schmidt in seiner Eröffnungsrede. Nach seiner Rede überreichte der Bundesminister einen „Förderbescheid“ für ein erstes Leuchtturmprojekt der Charta für Holz 2.0:    In einem Verbundvorhaben zum Brandschutz im Holzbau will die TU München mit Projektpartnern die brandschutztechnischen Grundlagen analysieren und eine Systematik entwickeln, um zu zeigen, dass eine Gleichberechtigung des Holzbaus, insbesondere im mehrgeschossigen Bau, erreicht werden kann.

Die Charta 2.0 benennt sechs konkrete Handlungsfelder:

  • Bauen mit Holz in Stadt und Land: Klimafreundliches Bauen mit Holz bietet Potenziale bei knappem Wohnraum durch kurze Bauzeiten, geringes Gewicht bei hoher Tragfähigkeit und Flexibilität
  • Potenziale von Holz in der Bioökonomie: Neue Produkte aus Holz; Wertschöpfung insbesondere bei der Verwendung von Laubholz erhöhen
  • Material- und Energieeffizienz: Herstellungsprozesse und Produkte verbessern, Kreislaufwirtschaft und Kaskadennutzung weiter ausbauen
  • Ressource Wald und Holz: Holzaufkommen nachhaltig steigern, arten- und strukturreiche sowie produktive Wälder weiterhin sicherstellen, Kleinprivatwald stärken
  • Cluster Forst und Holz: Wettbewerbsfähigkeit und Branchenvernetzung verbessern, Transfer zwischen Praxis und Forschung ausbauen.
  • Wald und Holz in der Gesellschaft: Informationsaustausch mit der Öffentlichkeit über positive Effekte der Nutzung und Verwendung von Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung
  • Forschung und Entwicklung als Querschnittsthema

Die Veröffentlichung der Charta ist der Start eines auf Dauer angelegten Prozesses. Gemeinsam mit verschiedenen Akteuren werden nun konkrete Projekte und Maßnahmen in den sechs Handlungsfeldern entwickelt und umgesetzt. Das BMEL setzt dafür eine Steuerungsgruppe und mehrere Arbeitsgruppen ein. Über bewährte Dialogprozesse wie Fachgespräche, Workshops, Plattformen und Tagungen werden unterschiedlichste Gruppen und Interessenten beteiligt.

Im Handlungsfeld „Bauen mit Holz in Stadt und Land“ liegt der Schwerpunkt auf folgenden Themen:

  • Urbanes Bauen
  • Holzbaumärkte mit hohem Potenzial erschließen
  • Abbau von Hemmnissen z.B. im Bauordnungsrecht
  • Klimaschutzwirkung im Bauwesen z.B. durch Substitution

Die Landesforstverwaltung Nordrhein-Westfalen hat sich aktiv in den Prozess der Charta für Holz 2.0 eingebracht und wird dessen Umsetzung gemeinsam mit den Akteuren in NRW vorantreiben.

Mehr Informationen zur Charta für Holz:

http://www.charta-fuer-holz.de/
http://www.bmel.de/

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Holzbau in NRW

Zur Umsetzung von anspruchsvollen Holzbauprojekten verfügt NRW über eine Vielzahl von leistungsstarken und innovativen Partnern, sei es im Bereich der Hersteller von Holzbauprodukten und der ausführenden Holzbauunternehmen oder bei Planern und Architekten. Darunter befindet sich eine Vielzahl von „hidden champions“, die europaweit (Holz-) Bauprojekte realisieren.

Insgesamt umfasst der Holzbau in NRW fast 3.000 Unternehmen, darunter sowohl Betriebe mit bundesweiter Spitzenstellung und bis zu 480 Beschäftigten als auch eine Vielzahl von Betrieben des Zimmererhandwerks. NRW stellt nach Bayern und Baden-Württemberg einen der wichtigsten Konzentrationsstandorte im Bereich des Holzbaus dar.

Insbesondere standardisierte Holzbaukonzepte für kleinere Wohneinheiten ermöglichen eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in den Städten und Gemeinden von NRW. Diese können schnell und kostengünstig durch qualifizierte Zimmereibetriebe „vor Ort“ und in der Fläche umgesetzt werden. Dadurch können die Kapazitäten der Branche zur schnellen Bereitstellung von Wohnraum zusätzlich und deutlich gesteigert werden.